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Mittwoch, 18. Januar 2012

"52 Bücher", Woche 11

Das dieswöchige Motto bei „52 Bücher“ stammt von Mella und lautet „Die beste und die schlechteste Buchverfilmung“. 
Autsch. Kennt ihr auch diese Menschen, die, wenn sie das Wort „Verfilmung“ nur hören, gleich lauthals losplärren: „Neeeeee, die Filme sind immer schlechter als die Bücher; wenn du ein Buch schon gelesen hast, brauchst dir den Film dazu erst gar nicht mehr anschauen…“ Jene Menschen würden am Liebsten gleich ganz Hollywood und Bollywood zusammen mit den Bavaria Filmstudios und sämtlichen anderen Filmschmieden einkerken und die Burg mit ebendiesem Kerker in die Luft sprengen, wenn mal wieder wem eingefallen ist, irgendein Buch zu verfilmen. Verfilmungen gelten als Frevel.
Und eigentlich gibt es ganz tief in mir ein Eckchen Geist, aus dem es flüstert: „Stimmt, die haben doch recht.“ Währenddessen tönt es aus der Geistesecke gegenüber: „Okay, der eine Film da, der war wirklich Mist. Aber hier, die Verfilmung war total toll!“

Wenn man mich fragt, empfehle ich zwar prinzipiell das Buch und nicht den Film dazu, aber es kommt durchaus vor, dass ich sage: „Oh, aber den Film dazu solltest du dir ruhig auch einmal anschauen.“

Dienstag, 13. Dezember 2011

"52 Bücher", Woche 6

Bildquelle: Andre N. / pixelio.de

Als ich noch ein „frischeres Schulkind“ war, war es in meiner Familie Usus, dass der Sonntag Familientag war: war das Wetter schlecht, wurden Spielenachmittage veranstaltet, aber sofern das Wetter es zuliess, waren wir unterwegs, spazierten, wanderten oder unternahmen ausgiebige Radtouren. Und manches Mal krönte RTL unseren Familientag: denn damals gab es noch keine Talkshows, keine Gerichtssendungen und keine Scripted Reality Shows, sondern noch „richtiges“ Fernsehen und es kam doch des Öfteren vor, dass RTL „Mary Poppins“ zeigte. Ich habe diesen Film geliebt, ich habe Dick van Dyke geliebt (den finde ich heute noch grossartig), Julie Andrews habe ich aber gar nicht so sehr geliebt (heute bewundere ich sie hingegen sehr), denn in der Bert war ja eindeutig in die Mary Poppins verliebt und das erweckte doch ein wenig meine kindliche Eifersucht… Aber dieser Film: hach, ja, mein absoluter Lieblingsfilm in Kindertagen und wie hätte man Familientage besser abschliessen können?

Weil ich als Kind aber noch viel lieber gelesen als ferngesehen habe, hat man mir dann irgendwann sämtliche „Mary Poppins“-Bücher von Pamela L. Travers geschenkt. Ich habe sie rauf und runtergelesen…. Und wenn „Mary Poppins“ mal nicht magisch ist.
„Magisches“/“Magie“ ist übrigens in dieser Woche das Motto bei „52 Bücher“ und da kann ich natürlich nur ein sentimentales „Mary Poppins“ seufzen.
Als ich Herzblatt vor einigen Monaten von meiner „Mary-Mania“ aus Kindertagen erzählte, meinte er, sein Lieblingsfilm sei damals „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“ gewesen: den würde er ja auch gerne mal wieder sehen. Und man glaubt es kaum: aber es gibt doch tatsächlich eine Doppel-DVD, die sowohl „Mary Poppins“ als auch „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“ beinhaltet. Wir entdeckten und bestellten diesen Doppelpack direkt bei Amazon und ich glaube, wir haben diese beiden Filme inzwischen häufiger gesehen als ich „Mary Poppins“ in meiner Kindheit überhaupt insgesamt gesehen habe.  Es gibt einfach Filme, die zeitlos sind und immer schön bleiben werden.

Demnächst werde ich bei meinen Eltern mal in meinen „Kinderkram-Kisten“ wühlen; ich weiss, dort stehen noch zwei Kartons mit Kinder- und Jugendbüchern von mir und hoffentlich finde ich darin auch noch meine „Mary Poppins“-Bücher wieder. Sonst schaue ich mal bei Medimops oder Booklooker vorbei, ob ich sie dort günstig gebraucht erstehen kann – dann kann ich mir nämlich einbilden, dass sie vorher vielleicht in einem Mary-Poppins-Haushalt im Regal standen und eben ganz besonders magisch sind…   

Sonntag, 27. November 2011

Dieter Bohlens Latte kommt mit Joachim Deutschland nicht klar

Gestern war Joachim Deutschland beim "Supertalent": Den kennt man eigentlich - zumindest, wenn man so alt ist wie ich. Vor einigen Jahren hatte er mit "Marie" einen kleinen Hit hingelegt, aufgefallen ist er aber eher weniger durch seine Musik (und da wenn dann auch eher durch gewisse Textpassagen) als vielmehr durch seine Art. Ich gebs zu: ich konnte ihn nicht ausstehen. Aber sowas von nicht ausstehen. Ich fand ihn unsympathisch, respektlos, rücksichtslos, aggressiv... Als er wieder in der Versenkung verschwand, war ich nicht traurig drum, sondern sogar eher schadenfroh: denn die letzten grossen Schlagzeilen erhielt Joachim Deutschland, als er völlig verwirrt Bombendrohungen faselte und in diesem Zusammenhang in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Ich kicherte damals leise vor mich hin, dachte: "Was ein Kloppie... typisch!" und begann, Joachim Deutschland zu vergessen.

Bis es gestern hiess: "Und jetzt Joachim Deutschland bei "Das Supertalent"..." Im ersten Moment ich: "Ach nö... nicht der auch noch, muss das sein?" Herzblatt im ersten Augenblick so: "Wer?!" (Ich sagte ja, eigentlich kennt man ihn.)

Montag, 17. Oktober 2011

Eigene Schokolade gestalten - mit Galileo bei chocri

Wird eine Internetseite in einer gutbeschauten TV-Sendung thematisiert, sprich: genauer vorgestellt, ist die entsprechende website innerhalb kürzester Zeit überlastet. Heute traf es chocri, die Bestandteil eines „Galileo“-Beitrags waren: ursprünglich konnte man bei chocri seine eigene Schokolade gestalten. Die eigene Schoggi kreieren ist nach wie vor möglich, aber zwischenzeitlich kann man bei chocri auch sein eigenes Eis basteln.

Bei „Galileo“ klang das alles etwas dramatischer und ganz so als würde man die furchtbarsten Dinge dort ins Eis mischen können (in der neuen VOX-Sendung „Wer is(s)t besser?“, die gestern erstmalig ausgestrahlt wurde, durften die Kandidaten übrigens leckere Kombinationen aus Schoko-, Vanille- oder Erdbeereis mit Zutaten wie Leberwurst, Kapern, Senf und Oliven probieren). Ein Blick auf den Onlineshop ernüchterte doch eher etwas: so ungewöhnlich wird auch das eigene Eis nicht werden, wobei ich die „Mit Schuss“-Zutaten dann doch etwas skurril fand, denn Eis mit nem ordentlichen Schluck Bier oder Apfelkorn erscheint mir persönlich doch etwas hm… eklig.

Samstag, 30. Juli 2011

Ich habe den Geist von Flug 401 gesehen - zumindest im Film...

Ende 1972 kam es mit dem Absturz einer Lockheed L-1011 TriStar der Eastern Air Lines, Flugnummer 401, während des Landeanflugs auf Miami über den Everglades weltweit zum ersten Absturz eines Grossraumflugzeuges, bei dem mehr als die Hälfte der 163 Insassen ums Leben kamen. Der Flugkapitän Robert Loft erlag ebenso wie später auch Bordingenieur Donald Repo den beim Absturz erlittenen Verletzungen.

Der Autor John G. Fuller veröffentlichte später den Roman „The ghost of Flight 401“ (ISBN: ISBN 978-0-285-62924-0), in welchem er den Absturz und mit ihm zusammenhängende spätere paranormale Erscheinungen thematisierte: verschiedene Quellen hatten ihm von Geistererscheinungen auf Flügen berichtet – nach dem Absturz der Lockheed hatte man diverse unbeschädigte Teile des Wracks in anderen Flugzeugen wiederverbaut; in eben diesen Flugzeugen haben später angeblich nicht nur Crew-Mitglieder, sondern in Einzelfällen auch Passagiere (so erlitt eine Passagierin einen Nervenzusammenbruch, nachdem auf einem leeren Sitz plötzlich wie aus dem Nichts ein uniformierter Mann sass und plötzlich genauso spurlos verschwand), sowohl Robert Loft als auch Don Repo gesehen. Besonders häufig wurde das plötzliche Auftreten und Verschwinden Don Repos wahrgenommen, der teils sogar mit den Menschen sprach: es wird angenommen, dass Don Repo als eine Art helfender Engel oder Schutzgeist fungierte, denn nachdem er einen anderen Flugingenieur anwies, auf „Feuer im Flugzeug“ zu achten, stellte sich beispielsweise heraus, dass jenes Flugzeug tatsächlich Probleme mit den Triebwerken hatte… 
Nachdem man die verwendeten Bauteile der Flug-401-Maschine aus allen anderen Fliegern entfernt hatte, wurden die Geister von Robert Loft und Donald Repo nie wieder gesehen.

Fullers Roman wurde 1978 verfilmt (im Übrigen einer der ersten Filme Kim Basingers, die eine der überlebenden Stewardessen spielte), ebenfalls unter dem Titel „Der Geist von Flug 401“: während in den Erzählungen rund um Flug 401 in der Regel von zwei Geistern die Rede ist, konzentriert sich auch der Film auf die Erscheinungen des Bordingenieurs. (Die Geistererscheinungen in Bezug auf Kapitän Robert Loft werden komplett aussen vor gelassen.)

Eastern Airlines hat im Übrigen sämtliche Berichte über die Geister von Flug 401 zurückgewiesen: es habe niemals einen solchen Spuk gegeben.